KI-Anwendungen · Agentisches Arbeiten

Wenn die KI nicht mehr antwortet, sondern arbeitet.

Cowork steht für einen Schritt, den viele Unternehmen gerade zum ersten Mal betrachten: Claude bekommt eine Aufgabe statt einer Frage und arbeitet sie mehrschrittig ab - mit Zugriff auf Dateien, Werkzeuge und Systeme. Die entscheidende Frage lautet dann: Worauf darf die KI zugreifen, was darf sie tun, und woran sehen wir hinterher, was passiert ist?

Worum es geht - und was wir bewusst nicht behaupten

Zugriff wird zur Kernfrage

Sobald ein Werkzeug selbst tätig wird, ist nicht die Modellauswahl der kritische Punkt, sondern die Reichweite: welche Ablagen, welche Systeme, welche Aktionen.

Agent handelt im Rechtekontext einer Person

Ein junges Feld, ehrlich benannt

Der Funktionsumfang entwickelt sich schnell. Wir führen hier keine Funktionsliste, keine Editionen und keine Preise auf - was zum Zeitpunkt Ihres Vorhabens gilt, prüfen wir gemeinsam.

Reif für abgegrenzte, prüfbare Aufgaben

Wofür sich agentisches Arbeiten im Unternehmen eignet

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Aufgaben, die jede Woche in gleicher Form anfallen, aber Urteilsvermögen brauchen: Statusberichte aus verstreuten Quellen, Zusammenführung von Zuarbeiten, Pflege wiederkehrender Übersichten.

  • Voraussetzung Die Quellen müssen zugänglich und die Zuständigkeit für das Ergebnis muss geklärt sein. Ein Agent ersetzt keine Verantwortlichkeit.

Vor dem ersten Agenten

Vier Fragen, die vorher geklärt sein müssen

Ein agentisches Werkzeug ist so sicher wie die Berechtigungen, die es erbt, und so nachvollziehbar wie die Protokolle, die es hinterlässt.

Datenzugriff

Auf welche Ablagen und Systeme darf das Werkzeug zugreifen, und welche Datenklassen sind im Spiel? Diese Zuordnung entscheidet zugleich über den Bezugsweg.

Berechtigungen

Ein Agent handelt im Rechtekontext einer Person. Berechtigungshygiene kommt deshalb vor der Einführung - nicht als Nachbesserung, wenn etwas aufgefallen ist.

Nachvollziehbarkeit

Welche Schritte hat das Werkzeug ausgeführt, auf welche Quellen hat es sich gestützt, was wurde verändert? Ohne Protokoll ist weder Qualitätsprüfung noch Auskunft an Datenschutz oder Revision möglich. Die Protokollierungsfähigkeit für Cowork-Sitzungen wurde vergleichsweise spät nachgerüstet - wir prüfen für jeden konkreten Fall, ob sie bereits trägt.

Nutzungsleitlinie

Welche Aufgaben dürfen abgegeben werden, wo bleibt die Freigabe beim Menschen, wer verantwortet das Ergebnis? Eine Leitlinie, die den Alltag beschreibt statt nur zu verbieten.

Vier Schritte vom Anwendungsfall zum verantwortbaren Agenten

Wir starten bei einer konkreten Aufgabe, nicht bei einer Produktentscheidung.

  1. Aufgabe schneiden

    • Eine wiederkehrende Aufgabe auswählen, die heute Zeit kostet und deren Ergebnis prüfbar ist
    • Ablauf, Quellen und Zielformat beschreiben
    • Ergebnis: ein Anwendungsfall mit klarem Erfolgskriterium
  2. Rahmen setzen

    • Datenklassen und Zugriffsumfang festlegen, daraus den Bezugsweg ableiten
    • Berechtigungen prüfen und zu weit gefasste Freigaben bereinigen
    • Festlegen, welche Schritte Freigabe brauchen und welche selbstständig laufen dürfen
  3. Begleitet erproben

    • Der Agent arbeitet an echten Aufgaben, das Ergebnis geht durch eine menschliche Prüfung
    • Protokollierung von Anfang an, damit Qualität und Ablauf auswertbar sind
    • Nachschärfen an den Stellen, an denen das Ergebnis noch nicht trägt
  4. Verankern

    • Nutzungsleitlinie und Zuständigkeit für das Ergebnis schriftlich festhalten
    • Team befähigen, damit die Nutzung nicht an einzelnen Personen hängt
    • Nutzung und Kosten sichtbar halten, Zuschnitt nachziehen

Welche wiederkehrende Aufgabe würden Sie als Erstes abgeben?

Ein abgegrenzter erster Anwendungsfall statt eines Grundsatzbeschlusses - damit fangen wir an.

Was wir dafür mitbringen

Reifegrad „Naheliegend“: Das Fundament setzen wir produktiv ein, einen veröffentlichten Referenzfall in genau diesem Zuschnitt gibt es noch nicht.

Agentisches Arbeiten im eigenen Alltag

Wir setzen agentische Claude-Werkzeuge für Recherche, Dokumentenaufbereitung und Entwicklung selbst ein. Wo sie tragen und wo sie an Grenzen stoßen, wissen wir aus der Nutzung, nicht aus Produktankündigungen.

Berechtigungshygiene aus der Praxis

Aus Dokumentations- und Wissensplattformen im KRITIS-Umfeld kennen wir gewachsene Berechtigungsstrukturen und wissen, wie man sie ordnet, bevor ein Werkzeug sie wirksam macht.

Was in diesem frühen Stadium meist gefragt wird

Was genau ist Cowork?

Claude Cowork ist Anthropics offizieller Produktname für agentisches Arbeiten mit Claude: Claude bekommt eine Aufgabe statt einer Frage und arbeitet sie mehrschrittig ab. Eine Funktionsliste führen wir bewusst nicht - das Feld bewegt sich schneller, als eine Seite es abbilden kann. Was zum Zeitpunkt Ihres Vorhabens verfügbar ist, klären wir im Gespräch.

Was kostet der Einsatz?

Das hängt am Bezugsweg und am tatsächlichen Verbrauch. Wir rechnen das für Ihren konkreten Anwendungsfall durch, statt eine Zahl zu nennen, die für Ihre Situation nicht stimmt.

Brauchen wir dafür eigene Infrastruktur?

Nicht zwingend. Für einen ersten, klar abgegrenzten Anwendungsfall reicht in aller Regel ein fertiges Produkt. Ob eigene Infrastruktur sinnvoll wird, entscheidet sich an Datenresidenz, eigenen Integrationen und vorhandener Cloud-Kompetenz. Inzwischen lässt sich Cowork auch über Azure beziehungsweise Microsoft Foundry anbinden - relevant, wenn Ihr Bezugsweg für Claude bereits über diese Schwesterseite feststeht.

Wäre eine klassische Automatisierung nicht der einfachere Weg?

Häufig ja. Wo ein Vorgang vollständig regelbasiert ist, ist eine klassische Prozessautomatisierung robuster und billiger als ein Agent - dann ist das der passendere Baustein, und das sagen wir dann auch. Ein Agent lohnt sich dort, wo Aufgaben zwar wiederkehren, aber Urteilsvermögen brauchen.

Wir wollen erst intern klären, ob wir das überhaupt erlauben. Hilft das schon?

Ja, und das ist häufig der bessere Einstieg. Eine Nutzungsleitlinie und ein geklärter Rahmen gelten auch für die Werkzeuge, die Ihre Teams heute schon ausprobieren. Der Enablement-Workshop endet genau mit diesem Ergebnis.

Soll die KI bei Ihnen arbeiten dürfen - und in welchem Rahmen?

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